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Die Schrift ist ein Zeichensystem, das Begriffe oder Laute zur Vermittlung oder Aufbewahrung von Information sichtbar macht.

Die Keilschrift

Die Entwicklungen von Schrift ist ein wichtiger Bestandteil der Menschheit. Weltweit werden mit Hilfe von Schriftzeichen Wissen, Unterhaltung und Informationen verbreitet und somit Kommunikation vermittelt. Schrift ist Vorraussetzung für Typografie und somit neben Illustration und Fotografie ein wichtiger Bestandteile des Grafikdesigns.

Die sumerische Keilschrift wird als die älteste Schriftform angesehen. Sie wird auf die Zeit um das 4. Jahrtausend v. Chr. datiert.

Die Schrift war eine reine Bilderschrift, bestehend aus grafischen Zeichen und Linien. Diese Schriftzeichen verbreiteten sich von Mesopotanien bis nach Syrien. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich die Keilschrift weiter und war so anpassungsfähig, dass sie sogar in verschiedenen Sprachkreisen verstanden werden konnte. Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde die Keilschrift langsam durch neue Schriftsysteme verdrängt, bis sie schließlich völlig verloren ging.

Der nächste relevante Schritt in der Entwicklung der Schrift war die Entwicklung eines Konsonantenalphabets durch die Phönizier um 1400 v. Chr. Ihr Alphabet bestand aus 22 Buchstaben und ist der Vorgänger aller europäischen Schriften. Nachdem die Griechen die phönizische Schrift übernahmen, wurde dieses Alphabet von den Römern weiterentwickelt. Es entstand die Versalschrift „Capitalis monumentalis“, aus der sich langsam auch ein Kleinbuchstabenalphabet entwickelte.

Druckschriftenklassifizierung


Mit der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg um das Jahr 1440 begann die Neuzeit der Kommunikation. Zunächst wurden für Gutenbergs Buchdrucktechnik die alten Schriften in Blei nachgegossen. Doch bald enstanden neue Druckschriften, die bis heute erhalten geblieben sind. Es entstanden schon sehr bald zwei formale Schriftkonzepte: die römischen Schriften mit Antiqua und Kursiv sowie die gebrochenen Schriften Fraktur, Gotisch und Schwabacher. Aus diesen Grundformen sind bis heute tausende neue Schriften abgeleitet worden.

 

Die Schriftklassifizierung

Mit der 1964 erarbeiteten Einteilung der Druckschriften in DIN 16518 gliedert sich der Formenunterschied aller Druckschriften in elf Gruppen:
  

1.   Venez. Renaissance-Antiqua

       

7.   Antiqua-Varianten

2.   Franz. Renaissance-Antiqua

8.   Schreibschriften

3.   Barock-Antiqua

9.   Handschriftliche Antiqua

4.   Klassizistische Antiqua

10.   Gebrochene Schriften

5.   Serifenbetonte Linearantiqua

11.   Fremde Schriftarten.

6.   Serifenlose Linearantiqua


Diese Einteilung der Bleisatzschriften ist zwar auch heute noch aktuell, jedoch gesellen sich mittlerweile noch weitere Schriften dazu, die nicht in diese Klassifizierung fallen. Momentan wird an einer Überarbeitung dieser Klassifikation gearbeitet. Zu den nichtklassifizierten Schriftarten gehören:

1.   Moderne Schriften (Display)
2.   Nichtproportionale Schriftarten
3.   Kalligraphische Schriftarten

       

4.   Unicode-Schriftarten
5.   Dingbats/Symbolschriftarten
6.   Diverse

 

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